Aus aktuellem Anlass

Feuerwehreinsatz „Chemieunfall“ am Dienstag, 2. Juli 2019

Der Feuerwehreinsatz vom vergangenen Dienstag hat uns alle sehr aufgerührt. Einige Informationen sind zu Ihnen auf verschiedenen Wegen gelangt: Benachrichtigungen über die Elternvertreter, Berichte Ihrer Kinder und aus öffentlichen und sozialen Medien.

Wir möchten auf diesem Wege einige Informationen bestätigen und bestärken, einige richtig stellen sowie ergänzen.

Es gab am Dienstagmorgen den Verdacht auf eine gasförmige Raumluftbelastung im Chemieraum begründet durch entsprechende Symptome bei unserem Chemielehrer, Herrn Winterhalder, die inzwischen wieder abgeklungen sind. Außerdem war die Absauganlage im Chemiebereich angelaufen.
Zu keinem Zeitpunkt waren Schüler betroffen.

Die Klassenräume im unteren Gang gegenüber des Chemiebereichs wurden sofort von uns geräumt. Die gleichzeitig hinzugerufene Feuerwehr bestimmte dann kurze Zeit danach die umgehende Evakuierung des gesamten Schulgebäudes. Die Schüler versammelten sich zunächst, wie in unserem Evakuierungsplan bestimmt, auf dem Sportplatz oberhalb der Schule. Da die Dauer der Feuerwehrmaßnahmen nicht abzusehen waren, beschlossen wir, die Schüler soweit möglich und sinnvoll heimgehen, heimfahren oder abholen zu lassen. Hierbei kam es in einzelnen Fällen zu Komplikationen und Unklarheiten, die wir sehr bedauern. Es gab Betreuung durch die Hortnerinnen und durch die Klassen- und Fachlehrer. Zusätzlich waren inzwischen auch DRK-Kräfte vor Ort, die einige Kinder versorgten, die über Unwohlsein klagten. Vom ebenfalls anwesenden Notarzt wurden jedoch in keinem Fall Vergiftungssymptome festgestellt.

Um die Mittagszeit wurde von einem Messtrupp der Feuerwehr eine gasförmige Belastung im Chemievorbereitungsraum festgestellt. Daraufhin wurden einzelne Chemikalienbehälter aus dem Vorbereitungsraum entfernt, deren Inhalte später jedoch nicht eindeutig als Quelle für die gemessenen Belastungen festzulegen waren.

Die Raumluftbelastung verringerte sich im Laufe des Nachmittags bis auf null, was weitere Messungen ergaben. Eine daraufhin erfolgte intensive vor Ort Untersuchung durch die Feuerwehr ergab keine weiteren potenziellen Verursacher, sodass die Feuerwehr und die Spezialeinheit das Schulhaus wieder freigaben.

Da die Ursache für die Raumluftbelastung jedoch nicht eindeutig geklärt werden konnte, wird vorsorglich der Chemiebereich zunächst weiter geschlossen bleiben und es werden weitere Überprüfungen durchgeführt. Eine Gefährdung des übrigen Schulhauses wurde von der Feuerwehr ausgeschlossen, sodass normaler Unterricht ablaufen kann.

Wir wollen schnellstmöglich den Sachverhalt klären, damit spätestens im nächsten Schuljahr wieder regulärer Chemieunterricht stattfinden kann.

Bei weiteren Fragen dürfen Sie sich gerne an die Schulleitung wenden.

Für die Schulleitung
Matthias Brinkmann